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  • danielasattler

Warum Fokussieren auf die Sache manchmal doch zu wenig ist


Beziehungsfragen werden im Joballtag oftmals hinten angestellt. Es geht um die Sache, ein gemeinsames Ziel, persönliche Empfindlichkeiten gehören hinten angestellt - sind Argumente, die durchaus ihre Berechtigung haben. Fokussieren auf die Aufgabe gehört zu einem meiner Hauptcredos und ist notwendig für funktionierende Arbeit in Teams, trotzdem braucht es manchmal mehr.


Persönliche Empfindlichkeiten und Emotionen hinten anstellen ist ein guter Rat, nur in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen, vor allem wenn zwischen zwei Personen bereits ein unterschwelliger Konflikt köchelt. Wird dieser ignoriert, aber lebt dennoch weiter, wird er irgendwann überkochen.


Unausgesprochene persönliche Themen, werden - sofern sie ungeklärt bleiben - früher oder später auf einer Sachebene ausgetragen. Somit wäre das Heilmittel Fokussieren auf die Sache zwecklos. Werden persönliche Themen auf einer Sachebene austragen, ist das Hauptanliegen der beteiligten Personen nicht mehr eine gemeinsame Lösung zu finden, sondern sich gegenseitig zu schaden oder sogar Lösungsversuche zu boykottieren.


Daher müssen Beziehungsfragen immer Vorrang vor Sachfragen haben. Auch wenn diese zunächst harmlos oder - für Außenstehende - lächerlich erscheinen. Die meisten Eskalationen beginnen mit einer Kleinigkeit, die immer größer wird und sich hochschaukelt solange keine Klarstellung oder Bereinigung stattfindet.


Bürostreitigkeiten und dicke Luft dürfen daher nie auf die leichte Schulter genommen werden. Sie sind tatsächlich die Basis für Effizienz und Lösungsorientierung. Teamzusammenhalt zu festigen ist kein Löschinstrument, zu dem erst im Bedarfsfall gegriffen wird, sondern eine Hygienemaßnahme die einen fixen Bestandteil in der Unternehmenskultur haben muss.



5 einfache Hygienemaßnahmen zur Stärkung von Arbeitsbeziehungen


  1. Regelmäßige persönliche Gespräche führen und immer am Laufenden bleiben wie die Stimmung gerade ist.

  2. Mitarbeiteranliegen ernst nehmen, MitarbeiterInnen kommen in der Regel erst, wenn es schon brennt.

  3. Zusammenhalt fördern, zum Beispiel durch gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Büros, Ausstattung der Räumlichkeiten, Meetingkultur.

  4. Alle gleich behandeln.

  5. Coachings für Teams und Einzelpersonen anbieten, für eine Steigerung der Selbstreflexion und ein erhöhtes Verständnis füreinander.




#Feelgoodmanagement #Arbeitsbeziehungen