• danielasattler

Burnout entsteht immer durch innere Unzufriedenheit

Burnout wird oft gleichgesetzt mit (zu) viel Arbeit. Wer viel arbeitet erleidet ein Burnout, wer regelmäßig urlaubt, hat gesund zu bleiben. Plump ausgedrückt. Ist das wirklich so einfach?

Grob gesagt ist Burnout der Oberbegriff für persönliches Leid, das über einen längeren Zeitraum anhält bis es zu Leistungsbeeinträchtigungen oder Arbeitsunfähigkeit kommt. Sowohl Symptome als auch Auswirkungen treten in den unterschiedlichsten Ausprägungen in Form von psychischen und körperlichen gesundheitlichen Einschränkungen auf und lassen sich selten kategorisieren.



Was sind nun aber die Ursachen, was hat es mit dem persönlichen Leid auf sich? Persönliches Leid hat seinen Ursprung meist in einem Gefühl der inneren Unzufriedenheit oder eines allgemeinen Unwohlseins. Unzufriedenheit oder Unwohlsein kommt auf, wenn man über einen längeren Zeitraum etwas macht, was man eigentlich nicht machen möchte, aber aus verschiedenen Gründen trotzdem tut. Betroffene sind sich oftmals gar nicht darüber bewusst, was sie tatsächlich belastet bzw. das innere Ungleichgewicht hervorruft, weil mit einer bestimmten Sache, zum Beispiel einem Job mehrer Aspekte verbunden sind. So findet jemand vielleicht seine Tätigkeit im Job mäßig bis widerlich, aber den damit verbunden Status, oder das Einkommen höchst erstrebenswert.


Wer seine Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage von externen Faktoren trifft, wird auf Dauer unzufrieden sein. Zu externen Faktoren zählen vermeintliche gesellschaftliche Vorgaben und Zwänge und der Glaube einem bestimmten - oft klischeehaften - Bild entsprechen zu müssen. So kann es dazu kommen, dass jemand dauerhaft viele Überstunden leistet, weil er/sie glaubt, dass dies von einer bestimmten Rolle erwartet wird. Möchte diese Person nun jene vermeintlichen Erwartungen erfüllen, wird die gesamte Fokussierung dort hingehen. Die eigenen Bedürfnisse treten immer mehr in den Hintergrund oder werden ignoriert was sich in Form von Unzufriedenheit und Unwohlsein, generell als Stress tituliert, bemerkbar machen wird.


Dann sind da noch die internen Faktoren, mit denen wir uns selbst oft im Wege stehen. Angst ist eine der häufigsten Ursachen, warum Menschen etwas tun was sie im Grunde ablehnen. Angst vor Auseinandersetzungen, wenn man seine Meinung im Unternehmen kundtut, oder Angst ersetzt zu werden, wenn man nicht pariert.


In der Praxis gibt es eine ganze Liste von Faktoren, die je nach der persönlichen Erfahrung eines Menschen unterschiedlich sind.


Meist sind die Ursachen eine Mischung aus externen und internen Faktoren, die sich leider gegenseitig unterstützen. Druck oder Einfluss von außen begünstigt Ängste was Veränderung schwieriger macht.

Ein Stressfaktor in einem Lebensbereich, zum Beispiel im Berufsleben, der konstant ignoriert wird, wird früher oder später auch negative Auswirkungen auf andere Lebensbereiche haben.


Versäumt man das Auseinandersetzten mit seinem Problemfeld, kommt man immer tiefer in eine negative Abwärtsspirale bis man mehr oder weniger - durch gesundheitliche Einschränkungen - gezwungen wird, etwas zu unternehmen.


Daher ist es wirklich ratsam, beim ersten Anflug von Unwohlsein innezuhalten und prüfen, was an der aktuellen Situation nicht passt und was man wirklich möchte.


#Burnout

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